Aufhören, Herr Becker, aufhören. Mensch Becker mit Soldaten macht man keine Witze und schon gar nicht mit deutschen. Denn schließlich sind das unsere Soldaten, die wir in die Welt geschickt haben, wo sie für unser Land und für unsere Freiheit ihre Köpfe hin halten, weshalb wir auch mit unseren Gedanken im Falle des Fallens bei diesen unseren Soldaten und ihren Angehörigen sind.
Sagen zumindest die Merkel und der Guttenberg und im Hintergrund plärrt die alte Leier von dem Kameraden, den ich hatte, einen besseren gab es nie.
Und dann Asche zu Asche, Staub zu Staub und Lüge zu Lüge.
So ist das eben im Krieg. Bevor der erste Soldat fällt, ist die Wahrheit längst gestorben. Aber was solls. Wenn die Wahrheit keiner wissen will, kann die Lüge auch gedruckt werden.
Und wer interessiert sich denn hierzulande ernsthaft für die tragische Realität der deutschen Soldaten in Afghanistan? Wer will denn wirklich wissen, wie der aufreibende Alltag dieser bedauernswerten jungen Frauen und Männer in solchen Dreckslöchern wie Kundus in Wahrheit aussieht?
Und wer zum Teufel kümmert sich eigentlich um die Heimkehrer aus diesem sinnlosen Krieg, die völlig traumatisiert vor den Trümmern ihres bisherigen Lebens stehen?
Und dann schalten sie den Fernseher ein und müssen auch noch mit ansehen, wie von irgendwelchen ahnungslosen Zivilisten auch noch dämliche Witze gemacht werden.
Da setzen die Soldaten im Namen des Volkes ihre Gesundheit und ihr Leben aufs falsche Spiel, und was ist der Dank?
Ne Tapferkeitsmedaille aus Weißblech und eine erbärmliche Invalidenrente.
Und ansonsten rein in die Versenkung und raus aus den Schlagzeilen.
Denn schließlich ist die große Mehrheit der Bevölkerung gegen dieses Höllenfahrtskommando in Afghanistan. Und warum? Weil kein Mensch mehr daran glaubt. Dieses ganze Gerede von den Aufbauhelfern, den Brunnenbauern und Mädchenschulen-Beschützern ist doch genauso verlogen wie die Aussagen des Verteidigungsministers vor dem Untersuchungsausschuss.
Wenn fast 80 Prozent der Opfer dieses Krieges Zivilisten sind, wer glaubt da noch an eine gerechte Sache?
Wir bauen das neue Afghanistan!
Da reicht ein Blick auf den amtierenden Bauleiter in Kabul, Hamid Karzai, um zu wissen, was für ein Gebäude dabei herauskommt.
Ein riesiger Supermarkt für den internationalen Drogen- und Waffenhandel, dessen einzelne Abteilungen von durchgeknallten Stammesführern beherrscht werden und an dessen Spitze der korrupte Clan des Hamid Karzai die Kasse macht.
Und dieser Karzai, dessen Familie große Teile des Drogenhandels in Afghanistan kontrolliert, der wird hofiert von den Führen der westlichen Welt und wird auch in Deutschland mit militärischen Ehren im Kanzleramt empfangen, wo ihm Angela Merkel die blutverschmierten Hände schüttelt.
Und deshalb ist hierzulande kaum noch jemand uneingeschränkt für den Einsatz deutscher Soldaten im Krieg in Afghanistan. Weil kaum noch jemand an die angeblich gerechte Sache glaubt. Da geht es den militärischen nicht anders als den politischen und geistigen Führern dieses Landes.
Sie befinden sich in einer Krise.
In einer Glaubenskrise.
Wenn zum Beispiel so ein über allen irdischen Zweifeln erhabener Gottesmann wie Monsignore Mixa beharrlich leugnet, jemals in seinem Leben körperliche Gewalt gegen Schutzbefohlene ausgeübt zu haben, ja da schallt ihm doch selbst aus den eigenen katholischen Reihen ein hämisches
"Wers glaubt wird selig" entgegen.
Oder wenn die Krisengewinnler der deutschen Banken immer mal wieder öffentlich beteuern, sie hätten aus dem großen Crash gelernt und würden in Zukunft die entsprechenden Konsequenzen ziehen, da weiß doch jeder: alles nur verlogenes Geschwätz.
Die Merkel hat irgendwann mal, als ihr gar nichts mehr einfiel gesagt:
die wichtigste Währung dieser Gesellschaft ist das Vertrauen.
Ich würde sagen, da wird es aber allerhöchste Zeit für eine umfassende und grundsätzliche Währungsreform.
Da ist doch zur Zeit ein dicker Haufen schlecht gemachter Blüten in Umlauf.
An allen Straßenecken stehen die falschen Fuffziger und scheinheiligen Zwanziger und wollen uns mit ihrem doppelzüngigen Gerede das letzte bisschen Restverstand vernebeln.
Was sollen wir noch glauben und vor allem wem?
Wem kann man überhaupt noch trauen unter all den Falschspielern und Blendgranaten.
Wenn schon der Stellvertreter Gottes auf Erden Dreck am Hirtenstecken hat, wer bleibt dann noch?
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion?
Der Sprecher der Vereinigung des deutschen Mittelstandes?
Der Geschäftsführer der Berliner Treberhilfe?
Wo finden wir die Wahrheit hinter all den verlogenen Verlautbarungen und falschen Zeugnissen? In den Prospekten von Aldi, Lidl und Schlecker? In den Bilanzen der Deutschen Bank? Oder doch in den Statuten des ADAC?
Wer zeigt uns den Weg hinaus aus dem krisengeschüttelten Jammertal hinein in eine sichere Zukunft?
Dirk Niebel? Günther Jauch? Bernd das Brot?
Tja und mitten hinein in diese von Orientierungslosigkeit, Zweifel und Ungewissheit geprägte tiefe Glaubenskrise, da platzt jetzt auch noch die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, die laut Jürgen Rüttgers eine Schicksalswahl für ganz Deutschland ist.
Aber wen oder was sollen wir wählen?
Ich habe ja vor der letzten Bundestagswahl hier an dieser Stelle ausdrücklich davor gewarnt, CDU oder FDP zu wählen. Hat aber nichts genützt, denn ich bin ja auch ein Opfer der allgemeinen Vertrauenskrise, mir glaubt ja auch keiner mehr.
Und deshalb lautet meine persönliche Wahlempfehlung diesmal.
Wählen sie auf jeden Fall schwarz oder gelb.
Für den Aufschwung, für ein gerechtes Nordrhein-Westfalen mit gesunden Kommunen und einem zukunftsfähigen Schulsystem.
Ach ja und natürlich für den Frieden in der Welt.

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