+++Werden die Griechen die Drachmentanzgruppe Europas? +++ Wird Facebook die Telekom der USA? +++ Wird’s bald? +++
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14.05.2012
Gucke ich auf Facebook / ich wie auf ein Gesäß guck. (Günter Grass)
Facebook ist voll am Dingens.
Stolziert an die Börse und stürzt ab. Anleger verlieren 19 Milliarden Dollar innerhalb von drei Tagen. Nicht schlecht. Besonders, wenn man bedenkt: Facebook gilt als erfolgreich! Man stelle sich vor, der Rösler wäre an die Börse gegangen oder der Röttgen. Oder der Robben.
Tja, im Mai fiel viel. Facebook. Röttgen. Die Bayern, Schuld? Immer die anderen. Nein, Bayern war selbst schuld. Röttgen? War auch selbst schuld. Die Kanzlerin hätte ihn nie rausgeschmissen, wenn er freiwillig gegangen wäre. Wie es Oskar Lafontaine bei der Linken machte. Einmal noch nach vorn, wollte er. Und was war er stolz auf seine Idee, stolz wie Oskar auf sein’ Wagenknecht. Sagte: „Ich mach’s, und wenn es auch nur einer wagt, sich mir in den Weg zu stellen, dann --- ha! –dann nicht.“ Und genauso hat er’s gemacht.
Und verschwindet in der Versenkung. Das ist leicht. Weil es so viele Gipfel gab im Mai. G8 Gipfel, Nato-Gipfel, EU-Gipfel, und letzten in Vilshofen gab es den deutschen Vorentscheid zum Alpen Grand Prix, dem –richtig- „Gipfel der Volksmusik“. Einzig letzterer bekam gute Kritiken, bei den Restgipfeln las sich das so lala.
Dabei sprach die allgipfelwärtige Frau Merkel einen Satz von geradezu luzider Inhaltsleere. Und der ging so: „Es gab eine sehr unterschiedliche Auseinandersetzung, aber sehr ausgewogen und sehr aus den verschiedenen Perspektiven.“ Gesagt hat sie’s auf dem Sondergipfel in Brüssel, der den offiziellen EU-Gipfel im Juni vorbereiten soll, der bestimmt auch irgendeinen Gipfel vorbereiten wird. Mehr ist nicht drin. Oder wie der Dichter sagt:
Überall ist Gipfel /nie Ruh/
nach all den Gipfeln spürest du / kaum einen Hauch
Resultate,
keine Spur, so erwarte / auch keine, so sehr du sie auch misst
Weil s so seit jeher der Gipfel-Brauch ist.
Diese Gedicht ist auf jeden Fall von Günter Grass. Mindestens.
Ach, Europa – wo geht die Reise hin?
Egal wohin – bloß nicht nach Düsseldorf.
Alles ist besser als nach Düsseldorf zu gehen. Dachte sich der Herr Röttgen und wollte von Düsseldorf schnell zurück nach Berlin. Die selbe Route Düsseldorf-Berlin hatte aber schon tags zuvor ein Fußballverein gewählt. Der auch geloost hatte - Hertha BSC. Da war für Röttgen kein Platz mehr in Berlin. Kein Sitzplatz, kein Spielplatz Berlin hat ja nicht mal einen Flugplatz. Kein Platz. Schade. Denn: Die Wahrheit iss auffem Platz. Deswegen spricht man bei Verletzungen der Wahrheit auch von Platzwunden. Und da in Düsseldorf, da gab es Platzwunden. Da randalierten, na ja, da rannten Zuschauer auf den Platz! Bei solch einem Gipfeltreffen! Das darf doch nicht wahr sein! Jeder Gipfel-Profi weiß: Niemals das Publikum zu nah ranlassen, es könnte Einfluss nehmen wollen. Die Griechen wollten so was. Bekamen aber nur ne Wahl. Haben aber keine.
Klappt denn irgendwas? Ja, es klappt der Klimawandel. Sagt der Klapp....Club of Rome. Schon in 40 Jahren, heißt es, werden wir in einigen Fällen einen örtlichen Kollaps erleben. Na: Berlin ist aber seiner Zeit voraus. Da geht schon jetzt nix mehr, Erst verspätet sich der Abflug vom neuen Flughafen, dann verspätet sich der Abstieg von der alten Hertha...
Erst spät erreichte mich diese erschütternde Meldung. Nicht schön: Madonnas Tochter Lourdes Leon raucht. Auch nicht schön. Lourdes Leons Mutter singt.
Was wohl Günter Grass dazu dichten würde… ?